Balkonkraftwerke eignen sich für eine Vielzahl von Haushalten, sind aber kein Allheilmittel, und der Unterschied hängt von drei Prüfungen ab, die Sie vornehmen können, ohne etwas zu kaufen. Die erste ist physisch: ob Sie eine geeignete Fläche mit ausreichend Sonne haben. Die zweite ist verhaltensbezogen: ob Ihr Stromverbrauch dann stattfindet, wenn die Module produzieren. Die dritte ist praktisch: ob Ihre Mietverhältnisse und Ihr Budget die Investition sinnvoll erscheinen lassen. Wenn Sie diese drei Punkte ehrlich prüfen, dauert das einen Nachmittag und sagt Ihnen mehr als jeder Rechner, der nur nach Postleitzahl und monatlicher Rechnung fragt. Die drei Prüfungen dauern einen Nachmittag und sind hilfreicher als jede allgemeine Schätzung, die nur auf Postleitzahl und Verbrauch basiert.

Dein Raum
Balkon, Wand oder Geländer vorhanden
Der physische Ausgangspunkt ist eine Fläche, die die Paneele tragen kann. Ein Balkongeländer ist die klassische Position, aber nicht die einzige: Eine Außenwand, ein Flachdach über einer Garage oder ein kleiner Rahmen im Garten funktionieren ebenfalls. Wichtig ist, dass die Fläche Ihnen zur Verfügung steht, dass sie das Gewicht tragen kann und dass dafür nicht in fremdes Eigentum gebohrt werden muss. Messen Sie die nutzbare Spannweite, bevor Sie sich Produkte ansehen, denn die verfügbare Breite entscheidet darüber, ob Sie zwischen einem Paneel und zwei wählen, und diese Entscheidung bestimmt alles Weitere. Ein Balkon, der zur Straße zeigt, kann außerdem Regeln unterliegen, die festlegen, was von außen sichtbar sein darf – das sollten Sie vor der Bestellung prüfen.
Ausreichende Sonneneinstrahlung
Die zweite räumliche Prüfung betrifft das Licht. Ein Standort, der ungefähr nach Süden ausgerichtet ist und für den größten Teil des Tages frei von Gebäuden und Bäumen bleibt, wird gute Ergebnisse liefern. Eine Ost- oder Westausrichtung funktioniert ebenfalls und verschiebt das Produktionsfenster entsprechend früher oder später. Ein Standort, der über weite Teile des Tages im Schatten liegt oder nach Norden ausgerichtet ist, wird so wenig produzieren, dass sich die Investition nur schwer rechtfertigen lässt. Der praktische Test besteht darin, den Ort an einem klaren Tag zu beobachten und festzuhalten, wie viele Stunden er in direktem Sonnenlicht liegt, denn diese Zahl sagt mehr als jede andere darüber aus, was das System liefern wird. Ein Standort, der vier Stunden direkte Sonne erhält, wird ungefähr die Hälfte dessen produzieren, was dasselbe Modul bei acht Stunden liefern würde.
Ihre Nutzung
Stromverbrauch am Tag
Die Verhaltensprüfung ist wichtiger, als die meisten Käufer erwarten. Solarenergie wird tagsüber erzeugt, daher hängt der Wert einer Anlage stark davon ab, wie viel Strom der Haushalt verbraucht, während die Sonne scheint. Ein Haus, das von neun bis fünf leer steht, speist fast alles, was es erzeugt, ins Netz ein – das ist wesentlich weniger wert, als den Strom vor Ort zu nutzen. Die gute Nachricht ist, dass sich der Tagesbedarf schaffen lässt: Geräte mit Zeitschaltuhr, eine smarte Steckdose oder ein Batteriespeicher verlagern den Verbrauch in die produktiven Stunden. Selbst ein Haushalt, der den ganzen Tag über nicht besetzt ist, kann in der Regel die Waschmaschine, den Geschirrspüler und den Wäschetrockner in die Stunden verschieben, in denen die Erzeugung am höchsten ist.
Geräte, die Sie abdecken möchten
Anstatt in Kilowattstunden zu denken, hilft es oft, in Geräten zu denken. Ein kleines System kann problemlos die kontinuierliche Grundlast eines Haushalts abdecken, also den Kühlschrank, den Router und die Bereitschaftsaufnahme aller anderen Geräte. Kommt eine Waschmaschine oder ein Geschirrspüler hinzu, der bei Tageslicht läuft, wächst die Abdeckung erheblich. Wenn das Ziel ist, eine Wärmepumpe zu betreiben oder ein Elektroauto zu laden, leistet ein Plug-in-Set nur einen bescheidenen Beitrag und sollte eher als Teil eines größeren Plans gesehen werden als als die vollständige Lösung. In Geräten zu denken erleichtert auch die Abschätzung, wie viel der erzeugten Energie genutzt wird und wie viel ins Netz eingespeist wird.
Ihre Situation
Mieten oder Eigentum
Die Besitzverhältnisse verändern die Rechnung auf eine Weise, die leicht zu übersehen ist. Eigentümer können die Installation als langfristige Verbesserung der Immobilie betrachten und Geräte dauerhaft montieren. Mieter hingegen brauchen eine Lösung, die rückbaubar ist und nicht die Zustimmung des Vermieters erfordert, und ein balkonkraftwerk 800 watt erfüllt genau diese Anforderungen: Das Anker SOLIX 800W wird am Geländer befestigt und über einen Standard-Schuko-Stecker angeschlossen, sodass ein Mieter es in etwa zwei Stunden installieren und beim Umzug an die nächste Adresse mitnehmen kann. Da nichts fest mit dem Gebäude verbunden ist, hinterlässt das Set die Immobilie zudem genau so, wie sie vorgefunden wurde, was jedes Risiko eines Streits über die Kaution am Ende des Mietverhältnisses beseitigt.

Budget- und Amortisationserwartungen
Die letzte Prüfung betrifft die Finanzen. Ein Plug-in-System kostet deutlich weniger als eine Dachanlage, und seine Amortisationszeit ist entsprechend kürzer, muss aber dennoch im Verhältnis zum eigenen Tarif und Verbrauch des Haushalts bewertet werden. Die ehrliche Art der Beurteilung besteht darin, abzuschätzen, wie viel der erzeugten Energie Sie selbst verbrauchen statt einspeisen, diesen Anteil mit Ihrem Strombezugspreis zu multiplizieren und diese jährliche Summe mit den Anschaffungskosten zu vergleichen. Wenn das Ergebnis knapp erscheint, ist die Verlagerung weiterer Lasten in die Tageslichtstunden meist die Veränderung, die es ins Positive dreht. Wenn die Zahlen knapp wirken, ist die Verlagerung von Lasten in die Tageslichtstunden die Änderung, die aus einem Grenzfall am häufigsten einen klaren macht.
Fazit
Drei Prüfungen entscheiden über die Antwort. Fläche, also eine Oberfläche, die die Module tragen kann und genug Sonne bietet, damit sie sich lohnen. Verbrauch, also ein Bedarf, der zu den Zeiten auftritt, in denen die Module Strom erzeugen. Rahmenbedingungen, also eine Nutzungsdauer und ein Budget, die die Investition tragen. Wenn alle drei zusammenpassen, ist Balkon-Solar eine sinnvolle Wahl; wenn eine nicht stimmt, ist es besser, das vor dem Kauf zu wissen. Die Prüfungen sind einfach, und sie zuerst durchzuführen ist weit günstiger, als die Antwort erst nach der Installation zu erhalten.
